Der Kreis schließt sich: Lukas “DaPunk” Hilbert sucht die neuen deutschen Superstars aus und Reiner “BigPig” Calmund sitzt bei der Miss Germany Wahl in der Jury. Da wundert einen doch garnix mehr …
30. Januar 2005 | 22:15
Der Kreis schließt sich: Lukas “DaPunk” Hilbert sucht die neuen deutschen Superstars aus und Reiner “BigPig” Calmund sitzt bei der Miss Germany Wahl in der Jury. Da wundert einen doch garnix mehr …
27. Januar 2005 | 08:00
Gestern war Kino in der Music Hall Worpswede. Kino heißt: ein lauter, ziemlich alter und sehr großer 35mm-Projektor, harte Holzstühle und ein bisschen Kneipenatmosphäre. Sehr gemütlich irgendwie. Es lief “Das Mädchen mit dem Perlenohrring”. Ein Film, in dem jede Einstellung ein Gemälde ist. Wunderschön fotografiert und ausgeleuchtet, als hätte Vermeer persönlich das Licht gesetzt. Wer genug von diesen überladenen amerikanischen Computer-Filmen hat, sollte ihn also unbedingt ansehen.
23. Januar 2005 | 11:45
Überschrift im Weser Kurier: “Experte für scharfe Eier-Kontrolle”. Ich bin so froh, dass ich meine Musterung schon hinter mir habe …
22. Januar 2005 | 16:30
Auf dem Gehsteig liegen zwei Schuhe. Ein brauner Herren-Halbschuh und ein ziemlich geschmackloser Damenschuh. Vor einem Hauseingang. Und das erste, was man denkt: “Was da wohl passiert ist?” Ich bin nicht der Einzige in der Bahn, der sich das fragt. Und warum? Weil wir in den Medien einzelne Schuhe immer nur im Zusammenhang mit Tod und Unglück sehen. Nach dem Tsunami, nach einem Busunfall oder einem Flugzeugabsturz. Das Bild eines einzelnen Schuhs neben einem Autowrack und wir wissen, dass jemand verletzt wurde oder gestorben ist. Ich werde jedenfalls morgen die Zeitung durchsuchen. Nach einer Schlagzeile, die vielleicht lautet: “Ehestreit endet in Tragödie – Bernhard S. tötet seine Frau mit einer Stichsäge” oder “Tod nach Trauung – Frisch verheiratetes Paar von Straßenbahn erfasst”. Obwohl wahrscheinlich einfach jemand auf dem Weg zum Altkleidercontainer ein paar alte Schuhe verloren hat.
15. Januar 2005 | 16:30
Es gibt eine neue Spezies im Medien-Dschungel: die “Society”-Expertin. Wenn z.B. ein Rudolf Moshammer stirbt, werden sie ins Fernsehen eingeladen und sagen schlaue Dinge. Wer z.B. der Mörder war. Und warum “Mosi” abends ganz alleine mit dem Auto am Bahnhof herumfuhr. Als wären sie alte Freunde. “Ja, das hat der Rudolf immer so gemacht. Er aß gerne Salat, immer mit French-Dressing und ohne Gurken. ” Dabei kannte Herr Moshammer 80% der Leute, die glauben, alles über ihn zu wissen, wahrscheinlich gar nicht. Im Moment wird der Begriff “Society” sowieso inflationär im Fernsehen gebraucht. “Society”, das sind die Reichen, die in St. Moritz im Pelzmantel Ski fahren. Was schliessen wir daraus? Da man “Society” mit “Gesellschaft” übersetzt, sind alle, die nicht zu den Reichen und Schönen gehören, wohl einfach raus. Aus der Gesellschaft entfernt, asoziale Außenseiter.
10. Januar 2005 | 17:00
Da steigt man das erste mal in diesem Jahr gut gelaunt in die Straßenbahn, sagt freundlich “Guten Morgen” und “Einmal für 1,95″ zum Fahrer und kriegt als Antwort ein gegrummeltes “Zwei Euro!”. Und nur drei Euro zurück. Sieht so aus, als haben die die Preise erhöht, denkt man. Und: Vielleicht wird ja dann der Service besser. Oder man kriegt mal die Anschlussbahn, die man laut Fahrplan auf jeden Fall erreichen müsste. Aber nix. Keine frisch bezogenen Sitze, kein Kaffee und kein freundliches Personal. Aber das hatten wir ja schon. Auf der Rückfahrt klärte sich dann allerdings, zu meiner Erleichterung, das die fünf Cent nicht zum Fenster rausgeschmissen werden. Erlebnis-Straßenbahnfahren! Zwei Haltestellen vor meiner knallte uns nämlich die nachfahrende Bahn hinten rein. Wow! Was für ‘ne Aufregung. Da hat ein findiger Marketing-Mensch die Zeichen der Zeit erkannt. Wer wünscht sich nach einem harten Arbeitstag nicht ein wenig Abwechslung, Nervenkitzel? Und die letzten drei Haltestellen zu Fuß zu laufen, ist sowieso gut für die Gesundheit.
06. Januar 2005 | 11:45
Wenigstens bin ich nicht der einzige Mensch auf der Welt, den es ankotzt, was die Medien im Moment so treiben:
www.medienrauschen.de
www.popkulturjunkie.de
05. Januar 2005 | 07:50
Nachtrag zum 1. Januar: Der Song zur Katastrophe heißt “Liberatio“ und ist von der Gruppe “Krypteria“. Und man kann ihn sich bei RTL “schon mal anhören”. Und später muss man dann wahrscheinlich die CD kaufen. Damit man weiß, wofür man spendet.
04. Januar 2005 | 09:07
Wie soll man da nicht depressiv werden ..? Aufstehen im Dunkeln, den ganzen Tag wird’s nicht richtig hell und wenn man dann abends nach Hause kommt, is’ es schon wieder dunkel. Das nervt. Was einen ein bißchen aufheitert kann, ist “Post von Wagner” . Auch wenn man kein Bild-Fan ist, sollte man diese “Post” gelesen haben. Meint dieser Mensch das Ernst? Ich frage Sie das, Herr Wagner, persönlich. Halten Sie sich für einen Journalisten?
Link des Tages: Post an Wagner
01. Januar 2005 | 15:20
Endlich ist er da, der Song zur Katastrophe. RTL hat ihn gefunden und wirbt in einem herzzereissenden Clip für Spenden. Es ist furchtbar, was in Südasien passiert ist. Und es ist richtig, das jeder Mensch etwas spenden sollte. Kanzler Schröder ist dafür, “dass wir Verantwortung als etwas Dauerhaftes begreifen” und das z.B. deutsche Schulen “Partnerschaften für Schulen in Südostasien übernehmen”. Irgendwie noble und gute Ideen. Und warum das alles? Weil deutsche Touristen gerne nach Thailand fahren? Weil deutsche Reisebüros mit Südasien Geld verdienen? In den armen Ländern dieser Welt, hauptsächlich in Afrika, sterben täglich 30.000 Kinder (Unicef Austria). Warum übernimmt da niemand “Verantwortung”? Weil sie nicht an Weihnachten sterben? Oder möglicherweise, weil einfach keine Kameras dabei sind?