blog.monoton.org - das leben ist langweilig ..?

das leben ist langweilig ..?

Medien Award 2005

31. Januar 2006 | 22:44

Mein lieber Herr Gesangsverein. Die 100-Jahre-Gebrüder-Schmidt-Stiftung prämiert generös alle zwei Jahre die besten Prüfungsarbeiten der Mediengestalter für Digital- und Printmedien in der Fachrichtung Mediendesign. Und schmeißt dabei mit Preisgeldern nur so um sich, unglaubliche 3500,- Euro wurden diesmal an die Gewinner ausgeschüttet. Gewinner? Ja, erstaunlicherweise haben diese Arbeiten wirklich gewonnen. Möglicherweise, weil die Gebrüder Schmidt, mittlerweile 150-jährig, persönlich in der Jury sitzen. Oder weil die Leute, die’s können, gar nix eingereicht haben.

Die »non-print«-Geschichten find ich ja noch ganz brauchbar, obwohl der werte Gestalter von Platz 1 irgendwo heftig geklaut hat. Komm nur gerade nicht drauf, wo … Bei den Printlern ist es schlimmer, da ist scheinbar Platz 1 mit Platz 4 vertauscht worden und die echten Sieger mit dem Altpapier. Oder aber, und das ist leider viel wahrscheinlicher, die Jury besteht aus einem Haufen inkompetenter und konservativer Pfeifen (z.B. wie bei DSDS), die lieber Druckmaschinen putzen sollten, als andere Leute Arbeit bewerten.

»Um eine Inflation der Preise zu vermeiden, legte die Jury die Messlatte bewusst hoch.«

Jaha, die wissen, wovon sie reden. Qualität und so. Da muss man nur einen Blick in den Quelltext der Website werfen. Ganz großes Kino.

Scheiße, man kann wirklich mächtig stolz sein, wenn man’s zum Mediengestalter gebracht hat …

Der Arsch einer Göttin

23. Januar 2006 | 22:41

Von der Autosendung »Top Gear« habe ich ja an dieser Stelle schon geschwärmt. Was ich aber jetzt auf der Internetseite zur Sendung gefunden habe, ist einfach der Wahnsinn. Der »Holden Efijy« ist, das kann ich ohne Übertreibung sagen, das geilste Auto, das ich in meinem kurzen Leben gesehen habe. Die Formen dieses über fünf Meter langen Gefährts sind atemberaubend und alleine für die Frontscheinwerfer sollten die Herren Gestalter sämtliche Design-Preise dieser Einheits-Langweil-Auto-Welt verliehen bekommen. Von dem bis auf die letzte Schraube verchromten Sechsliter-V8 mit heftigen 653 PS und 775 Nm Drehmoment will ich hier gar nicht sprechen. Geld müsste man haben …
Holden Efijy

Link des Tages: Holden Concept Cars

Who the fuck is Alice?

22. Januar 2006 | 22:43

Da wird sich der Herr die Frau Schwarzer ja sehr gefreut haben …

Alice Schwarzer - Journalist des Jahres

Depeche Mode in Hamburg

16. Januar 2006 | 18:58

Depeche Mode in Hamburg

Die Vorgruppe: The Bravery.
Nachdem die taubstummen Tontechniker nach dem vierten Song aus dem Brei endlich Musik gemacht hatten, fiel auf: die sind gar nicht so schlecht. Trotzdem ist es eine undankbare Aufgabe, vor einer Band wie Depeche Mode zu spielen.

Die Rolling Stones des Synthi-Pop: Depeche Mode.
Ich bin kein Depeche Mode-Fan, aber die alten Herren rocken! Die Stimmung in der Color Line Arena war unglaublich, ca. 16.000 Besucher feierten Dave Gahan (der mit seinem schwulen Tanzstil offensichtlich und tatsächlich Frauen zum kreischen bringt), Martin Gore (mit Glatzen-Per-Mütze und Engelsflügeln) und Andy Fletcher. Bis auf »Precious«, das Mr. Gahan leider ziemlich versaut hat, war’s musikalisch umwerfend. Ich kann nur jedem empfehlen, sich Karten für die Stadion-Tour im Sommer zu besorgen.

Original-Video-Aufnahme vom Depeche Mode-Konzert in Hamburg, mit bestechender Bild- und Tonqualität (avi, 3.5 MB)

auto motor automotor

15. Januar 2006 | 17:03

Mein erstes Auto war ein silberner Golf II mit 75 PS. Den konnte man im zweiten Gang bis 80 hochjagen und die Beschleunigung war passabel. Mit Auto Nummer 2, einem Käfer mit 34 PS, war es tatsächlich ohne Probleme möglich - wenigstens auf den ersten Metern - einen Golf III abzuhängen.

Nun hatte ich vor einigen Tagen das zweifelhafte Vergnügen, eine längere Strecke (Autobahn, Landstraße) mit einem Golf V fahren zu können. 75 PS aus 1,4 Litern Hubraum, Grundpreis 15.525,- Euro. Ich kann nur jedem, der über den Kauf eines Golf nachdenkt, raten: Finger weg von diesem Motor. Es sei denn, man braucht die Karre nur für die Fahrt zum Bäcker.

Laut Werksangabe vergehen 14,7 Sekunden, bis die 1,3 Tonnen 100 km/h erreichen. So ganz glauben kann ich das nicht. Das gefühlte Drehmoment von ca. 15 Nm lässt einen beim Überholen eines LKW schwitzige Hände kriegen und bei einem Tritt auf’s Gaspedal ist das Einzige, was rauscht, das Benzin. Dann lieber 15.000,- Euro mehr auf den Tisch legen und einen von 100 Golf speed kaufen … Oder eben gleich den hier.
Golf V

Fußball war sein Leben

11. Januar 2006 | 20:17

Meine Torwart-Karriere endete abrupt und mit einer ziemlichen Erschütterung. Genauer gesagt einer »Commotio cerebri«, welche ich mir zuzog, als mein Abwehrchef mir aus ca. 3 Metern volley einen neongrünen Hallenball an die Fresse hämmerte. Nach meiner fast vollständigen Genesung besserte sich zwar die zwischenmenschliche Beziehung zu meinen Mannschaftskameraden - irgendwie konnte ich plötzlich mit ihnen reden - aber es war nichts mehr wie vorher. Ein Keeper, der die Hände vor’s Gesicht hält, wenn jemand mit Ball den Strafraum betritt, ist untragbar für eine Mannschaft. Ich verstand und ging.

Dank Opi legte ich Fußball nicht komplett zu den Akten, sondern nur mich auf’s Sofa, samstags zur Sportschau. Das waren noch Zeiten, mit Frank Ordenewitz, Karlheinz Riedle, Dieter Burdenski und diesem kleinen Kerl, ähm, Pierre Littbarski. Die Jungs hatten noch Eier! Das waren nicht so überbezahlte Nutella-Bubis, wie dieser Dings. Oder Schwachmaten wie Michaela Ballack, die Zukunft des deutschen Fußballs.

Wieso ich das erzähle? Weil ich seit kurzem mit meinem Fachwissen glänze. Während der Arbeitszeit und im nagelneuen Fanfaktor-Blog, dem einzigen Online-Fußball-Tagebuch mit Zukunft. Schau vorbei oder sei ein faules Ei.

Ich bin ein Star - zieht mich ein!

08. Januar 2006 | 22:40

Auf RTL lief heute eine neue Doku-Soap mit dem Titel »Pensacole - Brüste aus Stahl« »Abenteuer Bundeswehr - Sonja wird eingezogen«. Sonja Zietlow, ehemalige Pilotin im zivilen Luftverkehr, später Talk-Show-Schlampe der Privaten, steigt um in einen Kampfjet.

»Kampfstiefel und Tarnanzug statt Abendkleid und Make-up - einen Monat lang ist Moderatorin Sonja Zietlow Soldatin der Bundeswehr.

Sonja: ›Ich wurde stark gefordert und auf die Probe gestellt. Dabei war es für mich ein Abenteuer, für die Soldaten kann der Ernstfall morgen schon zur grausamen Realität werden.‹ «

Gesehen habe ich den Schrott übrigens nicht. Aber ich werde mal die Rekrutierungszahlen der Bundeswehr im Auge behalten … Die das Ganze übrigens als »TV-Tipp« promoted. Interessante Symbiose.

Es kann nur eine geben

05. Januar 2006 | 00:37

Es ist unglaublich entspannend, mit Kopfhörern im Sessel zu hängen und schön laut »Patience« zu hören. Oder »So Fine«, gesungen übrigens von Duff McKagan. Ganz groß!

How could she look so good
How could she be so fine
How could she be so cool
How could it be she might be mine

Seit meine Eltern im Oktober 1992 »Use Your Illusion II« zum Geburtstag geschenkt bekamen, bin ich ein absoluter Guns N’ Roses-Fan. Ich schwatzte meinen Eltern die CD ab, legte mir im Laufe der Zeit die komplette Sammlung zu, lernte Texte und Schlagzeugrhythmen auswendig. Und immer noch ärgere ich mich, dass ich nicht im Weser-Stadion war, im Juni ‘93.

Heute gibt es keine Bands mehr wie Guns N’ Roses. Heute traut sich keiner mehr, Songs zu machen, die länger als vier Minuten sind. Wie das unglaubliche »Estranged« [9:23], »Coma« [10:13] und natürlich »November Rain« [8:57], DIE Rock-Ballade schlechthin.

So never mind the darkness, we still can find a way
‘Cause nothing lasts forever
Even cold november rain

Ein bisschen Hoffnung habe ich ja immer noch, dass »Chinese Democracy« kein Phantom-Album bleibt. An seine Vorgänger wird es so oder so nicht heranreichen.

Gespräche

04. Januar 2006 | 18:41

Praktikant: »Sach ma, Cheffe, wie schreibt’n man eigentlich ‘Kamara’?«
Cheffe: » Wie man’s spricht, mein Sohn, wie man’s spricht.«

Versteckte Kamara

Apropos Witz: In Bloggerkreisen wird im Moment gerne ein Blondinenwitz erzählt, den ich persönlich ziemlich scheiße finde.

Der hier ist viel lustiger:

Treffen sich zwei Milchtröpfchen auf dem Tisch.
Sagt das eine zum anderen: »Ich hätte gerne ein Kind von dir.«
Sagt das andere: »Geht leider nicht, ich bin pasteurisiert!«

Aber irgendwie will man ja dazu gehören …

Frohes neues Jahr

01. Januar 2006 | 13:22

Endlich kann man beginnen, seine guten Vorsätze zu vergessen.

Diamond Super Böller