Mein lieber Herr Gesangsverein. Die 100-Jahre-Gebrüder-Schmidt-Stiftung prämiert generös alle zwei Jahre die besten Prüfungsarbeiten der Mediengestalter für Digital- und Printmedien in der Fachrichtung Mediendesign. Und schmeißt dabei mit Preisgeldern nur so um sich, unglaubliche 3500,- Euro wurden diesmal an die Gewinner ausgeschüttet. Gewinner? Ja, erstaunlicherweise haben diese Arbeiten wirklich gewonnen. Möglicherweise, weil die Gebrüder Schmidt, mittlerweile 150-jährig, persönlich in der Jury sitzen. Oder weil die Leute, die’s können, gar nix eingereicht haben.
Die »non-print«-Geschichten find ich ja noch ganz brauchbar, obwohl der werte Gestalter von Platz 1 irgendwo heftig geklaut hat. Komm nur gerade nicht drauf, wo … Bei den Printlern ist es schlimmer, da ist scheinbar Platz 1 mit Platz 4 vertauscht worden und die echten Sieger mit dem Altpapier. Oder aber, und das ist leider viel wahrscheinlicher, die Jury besteht aus einem Haufen inkompetenter und konservativer Pfeifen (z.B. wie bei DSDS), die lieber Druckmaschinen putzen sollten, als andere Leute Arbeit bewerten.
»Um eine Inflation der Preise zu vermeiden, legte die Jury die Messlatte bewusst hoch.«
Jaha, die wissen, wovon sie reden. Qualität und so. Da muss man nur einen Blick in den Quelltext der Website werfen. Ganz großes Kino.
Scheiße, man kann wirklich mächtig stolz sein, wenn man’s zum Mediengestalter gebracht hat …