27. November 2006 | 11:35
Man liest in der Zeitung “Rentner lag 3 Monate tot in Wohnung, keiner merkte was” und denkt sich: Ja, sowas passiert in anonymen Hartz-IV-Hochhaus-Silos, wo sich die Leute kaum ihren eigenen Namen merken können. Aber doch nicht bei uns. Gutbürgerliche Reihenhaussiedlung, man grüßt und kennt sich.
Und dann … Der Geruch hätte mir schon auffallen müssen, irgendwie säuerlich. Trotzdem war es ein Schock. Eine ganze spanische Familie, mehr oder weniger verwest, direkt in unserer Küche. Ein furchtbarer Anblick.

Die Welt ist grausam.
21. November 2006 | 21:38
Schneller als man »abgesägte Schrotflinte« sagen kann sind sie da, die Experten, Psychiater und Politiker. Ganz vorne dabei unser Freund aus Bayern, Eddi Stoiber: Schuld sind die bösen Computerspiele, dieses ganze Ego-Shooter-Zeug. Gefährlich. Jugendliche lernen das Töten. Verlieren beim Spielen jegliche Skrupel und Moral, werden zu Mördern.
Gut, wenn man – gerade als Politiker – die Schuldigen so schnell dingfest machen und sich dabei auch noch elegant aus der Verantwortung stehlen kann. Aber in Deutschland sitzen die Probleme mittlerweile viel tiefer. Eine Verrohung und Ignoranz gegenüber dem Leben andere macht sich breit. Gefördert durch Medien und Politik, nicht durch irgendwelche »Killerspiele«.
Sollte man dann doch, nach einer Nacht mit Counter-Strike, Lust haben, irgendeinem Penner die Rübe wegzublasen, kein Problem: die tagesschau liefert einem passende Internetseiten für den Waffenkauf …

Link des Tages: Volker Pispers – Magersucht (RealMedia)
19. November 2006 | 11:50
Das größte Problem am Fernsehen ist ja weniger der Inhalt, als die Art der Übertragung, das so genannte Zeilensprungverfahren. Statt wunderschöne 25 Bilder pro Sekunde aufzunehmen bzw. zu senden, sind es 50 Halbbilder. Für altmodische Fernseher mit Bildröhre genau richtig, flimmern wird so reduziert. Problematisch wird das Ganze, wenn man z.B. Videos für’s Web produzieren möchte. Besonders bei schnellen Bewegungen treten durch die »interlaced« Aufnahme fiese Artefakte auf und die Bilder sehen einfach scheiße aus.

Eine Möglichkeit ist nun, sich einen sauteuren Camcorder zu kaufen, der mit 25p (25 Vollbilder/Sekunde) aufnimmt. Sicher die elegantere Variante, allerdings auch ‘nen Tick teurer.
Menschen wie mir, kreditunwürdig und arm, bleibt nur die Software. Adobe Premiere z.B. besitzt einen Deinterlace-Filter. Der absolut nix taugt. Zum Glück gibt es Suchmaschinen und dort findet man ziemlichen schnell diese Seite. Hier wird (auf englisch) detailliert beschrieben, wie man mit diversen Freeware-Tools die bösen Halbbilder endgültig los wird. Mit erstaunlich guten Ergebnissen.
18. November 2006 | 00:10
Ich muss dringend am Niveau dieses Blogs arbeiten. Ein Großteil meiner geliebten Suchmaschinen-Besucher kommt findet mich mittlerweile über »Mandy Mystery«. Ihr seid gar nicht meine Zielgruppe, Jungs! Ich möchte gefunden werden über Begriffe wie »eloquent«, »A-Blogger« oder »Menschenfreund« und nicht über den dämlichen Künstlernamen einer gelernten Bäckereifachverkäuferin.
Man kann’s sich halt nicht aussuchen …
CD der Woche: Yann Tiersen – Yann Tiersen On Tour (live 2006)

16. November 2006 | 23:48
Nur noch vier Jahre für die erste Million …
Aktueller Kontostand: -183,92 Euro
12. November 2006 | 11:57
Aus gegebenem Anlass habe mich mir bei Amazon »Wir nennen es Arbeit – Die digitale Bohème oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung« von Holm Friebe und Sascha Lobo bestellt.
»Sie verzichten dankend auf einen Arbeitsvertrag und verwirklichen den alten Traum vom selbstbestimmten Leben. Mittels neuer Technologien kreieren sie ihre eigenen Projekte, Labels und Betätigungsfelder. Das Internet ist für sie nicht nur Werkzeug und Spielwiese, sondern Einkommens- und Lebensader: die digitale Boheme. Ihre Ideen erreichen – anders als bei der früheren Boheme – vor allem über das Web ein großes Publikum und finanzieren sich damit. Ein zeitgemäßer Lebensstil, der sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt.«
Auf Seite 156 angekommen bin ich schon begeistert, der Schreibstil gefällt mir und auch inhaltlich nimmt man Einiges mit. Selbstverständlich darf das Blog zum Buch nicht fehlen, dort wird quasi weitergeschrieben und »über neueste Entwicklungen und Frontverläufe im Kampf um den Individualismus 2.0« informiert.
Grundsätzlich muss ich ja sagen, das mir die Einstellung der digitalen Bohème sehr zusagt. Arbeiten wo, wann und woran man möchte, nebenbei eigene Projekte und Träume verwirklichen, Zeit haben für Familie und Freunde, natürlich berühmt werden und vielleicht, mit etwas Glück, auch noch Geld dabei verdienen …

03. November 2006 | 13:28
Falls irgendwer in den nächsten Tagen hier überall Schwänze* sieht, liegt’s daran, dass mir schon wieder ein Haufen Kleinkinder Bilder bzw. Traffic klaut und ich diese wunderbare htaccess-Rewrite-Geschichte nochmal ausprobiere. Hihi …
Nachtrag: In einem Newsreader wird die Bilderwelt wirklich etwas eintönig … Kann man da an der htaccess noch was machen?
* dies ist ein hochwissenschaftliches Bild von Wikipedia …
01. November 2006 | 23:06
Irgendwie hatte ich mir meinen ersten Tag “Selbstständigkeit” anders vorgestellt …