Mensch, da wird sie einem ja richtig sympathisch, die Übermutter der Nation und Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Erst diese halbgare Sache mit dem Elterngeld (Zwei »Vätermonate«? Was soll das bringen?) und jetzt das so genannte »Erziehungsbündnis«.
Nächsten Donnerstag startet die Ministerin eine Kooperation mit zwei Organisationen, deren Verbreitung auf Mord, Vertreibung, Folter und einem uralten Roman basiert: den beiden großen christlichen Kirchen. Sie sollen »Grundlagen für die Werteerziehung im Elternhaus und im Kindergarten auf der Basis christlicher Vorstellungen erarbeiten«. Und wer ist besser dazu geeignet, als alte, im Zölibat lebende Männer, die sich höchstens mal an kleinen Jungs vergreifen?
Viele Eltern suchten nach Orientierung in der Erziehung, so von der Leyen. Mag auch daran liegen, dass die Leute, die heute noch Kinder kriegen, sowieso komplett orientierungslos und höchstens in der Lage sind, die Formulare für einen Vaterschaftstest oder einen HartzIV-Antrag auszufüllen. Das da »christliche Werte« helfen, bezweifle ich.
Armes Deutschland, Klappe, die 18.




Ich weiß zwar nicht wie alt du bist (ich sag einfach du), aber glaube mir, wenn dir so wie mir 2 Kinder sterben und du danach auch noch die Diagnose “Krebs” überlebst, dann findest du das Leben nicht mehr langweilig und glaubst möglicherweise auch wieder an den “alten Roman”;
Gruss nobby
Kommentar von nobby, geschrieben am 21. April 2006 | 14:28
Und genau das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ich maße mir nicht an, zu behaupten, dass ich mir vorstellen kann, was für ein Gefühl es ist, seine eigenen Kinder zu verlieren. Etwas Schlimmeres gibt es wohl nicht.
Aber wieso sucht man dann Trost bei der Kirche, im Glauben, in der Bibel? Nach dem Motto “Gott hatte schon seine Gründe”?
Ich will dir nicht zu Nahe treten, aber für mich ist das vollkommen widersinnig. Wie kann man einen Gott lieben, der dafür verantwortlich ist, dass deine eigenen Kinder tot sind? Denn nach dem christlichen Glauben ist er das, oder nicht?
Das mein Leben langweilig ist, habe ich übrigens nie behauptet …
Kommentar von Tim, geschrieben am 22. April 2006 | 12:08
Ich glaube auch nicht mir vorstellen zu können wie es ist, wenn man sein Kind verliert, allerdings muss ich sagen, dass ich die Werte die in diesem Zusammenhang genannt wurden, nämlich “Respekt und Toleranz” häufig bei Kindern insbesondere Schülern und Schülerinnen vermisse. Ich bin auch kein gläubiger Mensch und denke deshalb, dass es Aufgabe eines jeden guten Kindergarten und einer jeden guten Schule sein sollten diese Werte zu vermitteln. Das Hauptproblem in dieser Debatte liegt darin, dass unsere Gesellschaft (auch viele Eltern) Toleranz und Respekt nicht lebt und deswegen diese “Last” auf die Lehrer und Erzieher abgegeben wird.
Kommentar von Kristinge, geschrieben am 24. April 2006 | 08:36
Hier ein weiteres Beispiel dafür, dass man die Kirche nicht seine Kinder erziehen lassen sollte: »Für HIV-Infizierte: Papst will Kondome erlauben«.
Kommentar von Tim, geschrieben am 24. April 2006 | 12:18
Wo ist denn der Zusammenhang zwischen der Einstellung der katholischen Kirche zu Kondomen und Frau von der Leyens Bündnisgeschmiede?
Schade, daß Du nur recht grobmotorisch und mit uralten Reflexen auf die Kirchen einzudreschen versuchst, obwohl fundierte Kritik an Frau von der Leyens Vorhaben wirklich angezeigt ist.
Kommentar von niels, geschrieben am 24. April 2006 | 15:09
Ja, ich gebe zu, wenn’s um Kirche geht habe ich ein bisschen Sand im feinmotorischen Getriebe. Es ging mir nur darum, zu zeigen, dass eine Kirche mit Ansichten aus dem vorletzten Jahrhundert für so ein Bündnis zur Erziehung unserer Kinder nicht wirklich geeignet ist.
Kommentar von Tim, geschrieben am 24. April 2006 | 15:53