Die englische Presse betreibt gerade in perfekter Bild-Manier “Meinungsmache” gegen den neuen ÜbergangsPapst. Aber anstatt sich zu freuen, dass in der ganzen Welt die Bild-Zeitung als Lehr-Beispiel für übergeigten investigativen Journalismus dient, wird lieber eine Gegenkampagne gestartet. Vor allem, um das nun etwas angekratzte Image der Hitlerjugend aufzupolieren: „Von Nazi-Ideologie war nie die Rede“. Also alles harmlose Pfadfinderspielchen. Und wenn doch mal etwas Rassenkunde auf dem Stundenplan stand, hat das “eh keiner verstanden”. Gestern fragte der Papst in seiner “eigenen Boulevardzeitung”: “Ich war in der Hitlerjugend. Muss ich mich dafür schämen?” (oder so ähnlich). Verdammt, ja! Genauso, wie sich jeder, der damals nicht unter 14 oder im Widerstand war, schämen sollte. Immer noch. Und das es bei der ganzen Sache möglicherweise nur ums Geld ging, ist auch keine Entschuldigung, im Gegenteil.
Passend zum Thema hat Jürgen Rüttgers von der Catholisch Demokratischen Union beim Friedman gesagt, als Katholik glaube er, “dass unser christliches Menschenbild das richtige ist und nicht vergleichbar ist mit Menschenbildern, die es anderswo auf der Welt gibt.” Das katholische Menschenbild sei anderen durchaus “überlegen”. Ja, nee, is’ klar.
Nach noch unbestätigten Meldungen sind die Äußerungen von Herrn Rüttgers auch Grund für den Massenselbstmord einer Krötenkolonie in Hamburg-Altona. Die mehr als tausend Erdkröten, die einer protestantischen Sekte angehörten, sahen wohl keinen Sinn mehr in ihrem Leben als religiöse Unterschicht und platzten.
Tag des Tages: Tag des Bieres



