Und wieder wurden wir Zeuge einer Sternstunde der deutschen Fernsehunterhaltung: “Germany 12 Points”. Zehn langweilige Liedchen, anmoderiert von einem langweiligen Reinhold Beckmann. Zwischendurch Mini-Porträts der langweiligen Bands und Interviews mit B-Prominenten, wie z.B. Gildo Horn (da war doch mal was ..?) und Heinz Rudolf Kunze. Letzterer war Pate für die Band mit dem einfallsreichen Namen “Allee der Kosmonauten”. Früher waren die Jungs echte Rocker, erzählt Herr Beckmann. Aber dann fiel dem Sänger eine Schranke auf den Kopf und nach einer Zeit voller “Sex, Drugs and Rock N’ Roll” wurde aus der randalierenden Rockband ein Haufen christlicher Schnulzenmusiker. Wie schön für uns.
Ralph Siegel war nach ein paar Jahren Contest-Verbot auch wieder dabei. Eins muss man ihm lassen, man erkennt von ihm komponierte Musik sofort. “A Miracle Of Love” wurde vorgetragen von Nicole Süßmilch und Marco Matias, bekannt aus verschiedenen Casting-Shows. Einer der wenigen Highlights des Abends war der extrem kurze Rock von Mia Aegerter, die auch irgendwas gesungen hat, aber lieber bei “GZSZ” hätte bleiben sollen.
Gewonnen hat übrigens Gracia mit dem Superknaller “Run & Hide”, ganz knapp vor Siegels Song. Kommentar Beckmann: “Mann, war das ‘ne enge Nummer! So eng war’s wirklich schon lange nicht mehr!” Fragt man sich doch, was der Mensch in der Pause gemacht hat …
Satz des Tages: “Sie sind ja auch in einer großköpfigen Familie aufgewachsen …” (Beckmann zu Patricia Kaas)



