<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Von Prado zu Prada - Ode an Madrid</title>
	<atom:link href="http://blog.monoton.org/von-prado-zu-prada-ode-an-madrid/2005/05/30/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.monoton.org/von-prado-zu-prada-ode-an-madrid/2005/05/30/</link>
	<description></description>
	<pubDate>Sat, 11 Oct 2008 13:31:37 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.6.1</generator>
		<item>
		<title>Von: Marisa</title>
		<link>http://blog.monoton.org/von-prado-zu-prada-ode-an-madrid/2005/05/30/#comment-1154</link>
		<dc:creator>Marisa</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2005 21:15:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">/?p=73#comment-1154</guid>
		<description>Auch mich hat Madrid angesteckt, allerdings habe ich mehr Zeit als nur eine Woche die Stadt zu entdecken. Ich darf ein Jahr in sie hineintauchen!Aus Berlin kommend habe ich denke ich gute Voraussetzungen f&#252;r einen angemessenen Vergleich und ja:die Stadt ist lauter,sie ist hektischer und sie ist einfach toll zum Einkaufen.Allein die unz&#228;hligen Schuhl&#228;den sind unglaublich und auch noch so preisg&#252;nstig.Allerdings vermisse ich neben ab und zu ein wenig mehr Ruhe gerade nachts unter der Woche die Berliner Cafés und den dort angebotenen Kaffee.Es mag ein paar wenige nette Cafés hier geben, im Vergleich mit Berlins Cafévierteln wie Sch&#246;neberg, Kreiuzberg, Freidrichshain, Mitte und Prenzlauerberg schneidet Madrids Café- und Kaffeekultur &#228;u&#223;erst schlecht ab. Man pflegt hier eben das Barhopping und weniger das Ruhen und Lesen bei einem guten Kaffee. Dementsprechend wird in der Regel am Design gespart. Weshalb der Kaffee allerdings schlechter ist konnte ich erst nicht begreifen, wo doch Portugal und Italien so ausgezeichnete Gen&#252;sse anbietet. Inzwischen wei&#223; ich, sie verbr&#252;hen ihn, erhitzen ihn viel zu stark, so dass er bitter wird. Und dann die Milch, da gibt es gro&#223;e Unterschiede zwischen den einzelnen Milchfabrikanten. Ich trinke ihn trotz allem mit Genuss und in den Cafés verharre ich trotz verwundeter Blicke der Kellner stundenlang &#252;ber meinem Buch. Ich bin schlie&#223;lich in Madrid und allein das ist Grund, sich des Lebens zu freuen.Die Spanier, die ich bisher kennenlernte, waren allesamt sehr offen und in der Regel auch interessiert an meiner Heimat. Deutschland hat hier dank seiner (wenn auch momentan geschw&#228;chten) wirtschaftlichen Lage ein gutes Ansehen. Zwar erf&#252;llen wir l&#228;ngst nicht mehr die deutschen Tugenden, daf&#252;r haben wir uns aber inzwischen andere positive Seiten angeeignet.Irritiert war ich allerdings, als ich erfuhr, wie wenig R&#252;cksicht man in der &#214;ffentlichkeit auf andere Mitmenschen nimmt. Da wird gedr&#228;ngelt, f&#252;r alte Menschen selten ein Platz im Bus freigemacht und die Mutter mit ihrem Kinderwagen vor einer steilen Treppe stehengelassen ohne ein Angebot der Hilfe.Im Freundes- und Bekanntenkreis zeigt sich dagegen ein fast schon kontr&#228;res Gesicht.Man wird freundlich und schnell in den Kreis aufgenommen und sogar ins familieneigene Ferienhaus eingeladen ohne einander gut zu kennen.Viele unterschiedliche und teilweise widerspr&#252;chliche Aspekte,die sich mir hoffentlich in den kommenden Monaten zu einer realen Einsch&#228;tzung des spanischen Lebens erschlie&#223;en.Und eines bin ich mir jetzt schon sicher, einiges der Gewohnheiten Spaniens werde ich zu meinem eigenen Vorteil mit nach Deutschland nehmen (sicherlich aber nicht das durchfrittierte Essen).
P.S. Mich hat von all den gro&#223;en Mussen und Ausstellungen am meisten die Thyssen-Collección beeindruckt.Es ist, als wandle man durch ein Kunstgeschichtsbuch, einfach unglaublich und wahnsinnig vielseitig...Nicht verpassen beim n&#228;chsten Besuch!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch mich hat Madrid angesteckt, allerdings habe ich mehr Zeit als nur eine Woche die Stadt zu entdecken. Ich darf ein Jahr in sie hineintauchen!Aus Berlin kommend habe ich denke ich gute Voraussetzungen f&#252;r einen angemessenen Vergleich und ja:die Stadt ist lauter,sie ist hektischer und sie ist einfach toll zum Einkaufen.Allein die unz&#228;hligen Schuhl&#228;den sind unglaublich und auch noch so preisg&#252;nstig.Allerdings vermisse ich neben ab und zu ein wenig mehr Ruhe gerade nachts unter der Woche die Berliner Cafés und den dort angebotenen Kaffee.Es mag ein paar wenige nette Cafés hier geben, im Vergleich mit Berlins Cafévierteln wie Sch&#246;neberg, Kreiuzberg, Freidrichshain, Mitte und Prenzlauerberg schneidet Madrids Café- und Kaffeekultur &#228;u&#223;erst schlecht ab. Man pflegt hier eben das Barhopping und weniger das Ruhen und Lesen bei einem guten Kaffee. Dementsprechend wird in der Regel am Design gespart. Weshalb der Kaffee allerdings schlechter ist konnte ich erst nicht begreifen, wo doch Portugal und Italien so ausgezeichnete Gen&#252;sse anbietet. Inzwischen wei&#223; ich, sie verbr&#252;hen ihn, erhitzen ihn viel zu stark, so dass er bitter wird. Und dann die Milch, da gibt es gro&#223;e Unterschiede zwischen den einzelnen Milchfabrikanten. Ich trinke ihn trotz allem mit Genuss und in den Cafés verharre ich trotz verwundeter Blicke der Kellner stundenlang &#252;ber meinem Buch. Ich bin schlie&#223;lich in Madrid und allein das ist Grund, sich des Lebens zu freuen.Die Spanier, die ich bisher kennenlernte, waren allesamt sehr offen und in der Regel auch interessiert an meiner Heimat. Deutschland hat hier dank seiner (wenn auch momentan geschw&#228;chten) wirtschaftlichen Lage ein gutes Ansehen. Zwar erf&#252;llen wir l&#228;ngst nicht mehr die deutschen Tugenden, daf&#252;r haben wir uns aber inzwischen andere positive Seiten angeeignet.Irritiert war ich allerdings, als ich erfuhr, wie wenig R&#252;cksicht man in der &#214;ffentlichkeit auf andere Mitmenschen nimmt. Da wird gedr&#228;ngelt, f&#252;r alte Menschen selten ein Platz im Bus freigemacht und die Mutter mit ihrem Kinderwagen vor einer steilen Treppe stehengelassen ohne ein Angebot der Hilfe.Im Freundes- und Bekanntenkreis zeigt sich dagegen ein fast schon kontr&#228;res Gesicht.Man wird freundlich und schnell in den Kreis aufgenommen und sogar ins familieneigene Ferienhaus eingeladen ohne einander gut zu kennen.Viele unterschiedliche und teilweise widerspr&#252;chliche Aspekte,die sich mir hoffentlich in den kommenden Monaten zu einer realen Einsch&#228;tzung des spanischen Lebens erschlie&#223;en.Und eines bin ich mir jetzt schon sicher, einiges der Gewohnheiten Spaniens werde ich zu meinem eigenen Vorteil mit nach Deutschland nehmen (sicherlich aber nicht das durchfrittierte Essen).<br />
P.S. Mich hat von all den gro&#223;en Mussen und Ausstellungen am meisten die Thyssen-Collección beeindruckt.Es ist, als wandle man durch ein Kunstgeschichtsbuch, einfach unglaublich und wahnsinnig vielseitig&#8230;Nicht verpassen beim n&#228;chsten Besuch!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
